Windows 10 hands-on

Heute wurde das gestern vorgestellte Windows 10 aka. Windows Technical Preview freigegeben. Ich hab natürlich gleich mal den Download angeworfen und das Teil auf Herz und Nieren in einer VM getestet (Performance etc. können daher auf einen echten PC natürlich abweichen).

Download

Um die ISO herunterzuladen muss man im Windows Insider Programm sei. Eintragen kann sich dafür jeder interessierte, der einen Microsoft Account hat. Ich hab auch gehört, dass auf Torrent die ISOs bereits herumschwirren, aber das sind natürlich nur Gerüchte 😉

Den Download der Preview findet man hier: http://preview.windows.com/

Namensgebung

Während des mehreren Gigabyte großen Downloads kann man sich auch mal kurz Gedanken über die Namensgebung machen. Warum Windows 10 und nicht Windows 9? Auf Reddit gab’s heute einen Hinweis von einem Microsoft Developer, dazu auf Twitter:

Ob das der wahre Grund ist, kann man natürlich nicht sagen. Auch die Frage warum man es nicht etwa (wie im Vorfeld auch öfters vermutet) Windows X nennt bleibt unklar. (Wobei das X nach den römischen Zahlen übersetzt wiederum auch 10 bedeuten würde).

Installation

Die Installation verlief ohne Probleme. Der Installer sieht dem von Windows 8 ziemlich gleich.

Erster Start

Nach dem Start wird man sofort, wie pre Windows 8 gewohnt, vom Desktop begrüßt.

Desktop

Sofort auffällig sind die zwei neuen Icons neben dem Startmenü-Knopf und das veränderte Icon des Explorers. Erstes bietet eine Suchfunktion (der Sinn darin erschließt sich mir nicht ganz, da diese auch über das Startmenü verfügbar ist), das zweite eine neue „Strg+Tab Ansicht“, mit der zwischen den offenen Anwendungen und den verschiedenen Desktops hin und her geschalten werden kann. Stichwort Desktops: Microsoft zieht endlich nach und bietet mit Windows 10 auch mehrere virtuelle Desktops, wie es Linux und Mac OSx schon seit geraumer Zeit haben.

Das neue alte Startmenü

Auf eines der Dinge wonach sich vermutlich die meisten Benutzer gesehnt haben, dürfte das neue alte Startmenü sein:

Startmenü

Neue Kacheln können einfach durch Ziehen von der Liste in der Kachelbereich hinzugefügt werden. Etwas verwirrend fand ich den Kontextmenüeintrag „Pin to Start“, welcher ebenfalls ein Kachel erstellt und nicht wie bei Windows 7 einen fixierten Eintrag am oberen Ende der Liste macht:

Größeres Startmenü mit "Rechner" und "Powershell" als Kacheln

Das Startmenü lässt sich auch in der Größe verändern, allerdings nicht beliebig. Dazu kann man das Startmenü an der oberen Kante „packen“ und „verkleinern“, womit die Kacheln die keinen Platz mehr finden automatisch in die Länge gerückt werden:Startmenü quer

Das Herunterfahren ist auch um einiges bequemer als in Windows 8(.1), mit der Tastatur allerdings deutlich unbequemer als bei Windows 7 bzw. aktuell sogar garnicht möglich. Der Ausschaltbutton lässt sich zwar mittels Tastatur selektieren, allerdings nicht mittels Enter oder der Kontextmenütaste öffnen; beim Benutzer (im Screenshot „Cheesi“) funktioniert es allerdings, dürfte sich folglich um einen Bug handeln.

Für alle die sich bereits mit dem 8er-Startmenü angefreundet haben, können dies in den Taskleisteneinstellungen umstellen:

Kachelfenster

Die virtuellen Desktops

Mittels dem zweiten Icon der Taskleiste erhält man Zugriff auf alle geöffneten Programm und zur Desktopübersicht:

Offene Programme und Desktop Manager

Mittels Knopfdruck lassen sich hier beliebig viele virtuelle Desktops hinzufügen:

Zwei Desktops

Beliebig ist allerdings insofern begrenzt, soweit der Desktop reicht. Eine Scrollbar oder dergleichen ist hier bisher nicht verfügbar:

7 virutelle Desktops

Beim Darüberfahren mit der Maus werden dann jeweils nur die Anwendungen angezeigt, welche sich auf dem jeweiligen Desktop befindet.

Anwendungen lasen sich hier auch auf einen anderen Desktop verschieben:

Programm auf einen anderen Desktop verschieben

Am Fenster an sich scheint es allerdings bisher keine Funktion zu geben, dieses auf einen anderen Desktop zu verschieben. Ein Eintrag im Kontextmenü der Titelleiste wäre hier sehr wünschenswert.

Apps im Fenster

Unter Windows 8 liefen die Apps nur im Vollbildmodus, seit Windows 8.1 gibt es zumindest auch eine Titelleiste, welches einfaches schließen und minimieren ermöglicht. Unter Windows 10 geht man hier nun noch einen Schritt weiter und führt alle Apps in einem Fenster aus:

Apps im Fenstermodus

Mittels Strg+V ins CMD kopieren

Das wohl wichtigste Feature im ganzen Windows 10. Man kann nun mittels Strg+V ins CMD oder in die PowerShell einfügen. Ach kann man nun Bereiche markieren und mittels Strg+C kopieren. Zusätzlich lassen sich das CMD und die PowerShell nun beliebig vergrößern. Wurde aber auch Zeit 🙂

CMD

Weitere Änderungen seit Windows 7

Natürlich hat Windows 10 auch einige Dinge aus Windows 8(.1) übernommen. Beispiele dafür sind der neue Loginscreen, der neue Explorer, der neue Taskmanager, das Design, der Windowsstore und die Charmsbar (normalerweise mit der Maus in der rechten oberen Ecke erreichbar, funktionierte bei mir jetzt jedoch nicht, liegt aber wahrscheinlich eher an der VM. Anmerkung: die kann man auch mittels Win+C öffnen – Danke Google :D).

Fazit

Windows 10 hat meinen Glauben an Windows und Microsoft endlich wieder einmal gestärkt und nicht komplett in den Boden gesetzt (*hust* Windows 8 *hust*). Für April wird bereits eine Beta erwartet, die laut Microsoft dann speziell Änderungen für den Endbenutzer bieten soll. Ich hoff mal Microsoft vergeigt es bis dahin nicht wieder 😉


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