Smartwatch Moto 360 im Hands-on

Bereits seit ein paar Jahren liegt nun der Hype um die „Smartwatch“ schon in der Luft und er scheint nicht zu verschwinden. Gerade erst vor ein paar Wochen hat Google während deren hauseigener I/O die nächste Version des Betriebssystems „Android Wear“ angekündigt und liefert sich dadurch einmal mehr einen vehementen Kampf gegen die Konkurrenten Apple und Samsung. Auch ich habe mir nun eine Smartwatch zugelegt, genauer gesagt die Moto 360 der 2. Generation von Motorala und dabei zu folgendem Schluss gekommen: Smartwatches braucht an sich keiner, aber wenn er mal eine hat, will man sie auch nicht mehr hergeben.

Technisches zur Moto 360

Die Moto 360 der zweiten Generation kommt mit einem Qualcomm Snapdragon 400 mit 1.3GHz, 512MB RAM sowie 4GB internem Speicher. Für die Grafik ist eine Adreno 305 mit 450MHz zuständig. Weiters sind folgende Dinge verbaut: Bluethooth 4.0 LE, WLAN b/g, Mikrofon, Optischer Herzfrequenzsensor und diverse weitere Sensoren, die man bereits aus dem Smartphone kennt. Als Display kommt ein 42mm oder 46mm LCD Bildschirm zum Einsatz, der unter einem Gorilla Glass 3 liegt. Dazu wird noch eine Ladestation nach dem Qi-Standard mitgeliefert, mit dem die Smartwatch per Induktionsladung aufgeladen werden kann – eine Möglichkeit zum Anstecken eines Kabels existiert nicht.

Der Akku

Das ständige Aufladen einer Uhr ist für viele vermutlich noch die größte Hürde bei der Anschaffung einer Smartwatch. Um so mehr bin ich deutlich positiv überrascht, dass dies derartig einfach und ohne Probleme funktioniert.

Motorola selbst gibt die Laufzeit für die 42mm-Variante mit etwa 1,5 Tage Laufzeit (300mAh) an, und das kommt auch ungefähr hin – im Durchschnitt hab ich am Ende des Tages (bevor ich ins Bett gehe) um die 40-50% übrig, womit man also wirklich über den Tag kommen sollte. Da ich meine Uhr ohnehin jede Nacht einfach auf die Ladestation lege, stellt das Aufladen an sich für mich keine Hürde mehr dar.

Das Betriebssystem – Android Wear

Auf der Moto 360 läuft das Betriebssystem „Android Wear“, welches von Google entwickelt wird. Seitens diverser Medien wird dieses öfters aufgrund dessen Funktionalität kritisiert, ich persönlich bin jedoch ganz zu frieden damit – ich habe aber auch keine Vergleiche zu anderen Smartwatches und deren Betriebssysteme. Auch die für Q3/Q4 angekündigte Version 2 sieht für mich wieder sehr vielversprechend aus.

Da die Smartwatch ansich eine Bluetoothverbindung voraussetzt (es gibt aber auch Wege über WLAN), muss eben jenes dauerhaft am Smartphone aktiviert sein. Dank des Bluetooth Low Energy Standards wird der Akku kaum in Mitleidenschaft gezogen – das geht sogar so weit, dass ich bei meinem Nexus 5 keinen Unterschied zu vor merke.

Funktionalitäten

Viele fragen sich auch noch immer, wofür eine Smartwatch überhaupt gut sein soll, und ganz ehrlich, dass weiß man zuvor einfach nicht wirklich. Smartwatches sind ein typisches Produkt, dass rein durch Marketing an dem Mann gebracht wird, denn unbedingt brauchen tut man sie definitiv nicht. Einmal angelegt will man sie aber auch so schnell nicht mehr hergeben, denn im Alltag ist sie wirklich oft sehr praktisch.

Die Grundfunktion einer Smartwatch liegt wie bei jeder Uhr mal beim Anzeigen von Uhrzeit (und Datum). Zusätzlich dazu bietet sie auch einen schnellen Zugriff auf Stoppuhr, Timer und weiteren kleinen Apps (hängt natürlich davon ab, welche installiert sind). Das für mich wichtigste Feature stellt jedoch die Spiegelung der Benachrichtigungen dar, denn gerade wenn ich zuhause bin, liegt mein Handy gerne mal irgendwo herum und somit hab ich auch schon den einen oder anderen wichtigen Anruf verpasst. Jetzt ist es ganz gleich, eine Benachrichtigung krieg ich immer sofort mit und ich kann direkt entscheiden, ob ich meine aktuelle Handlung unterbrechen muss, oder ob es auch später reicht, mein Smartphone (heraus) zu holen. Auch eine Interaktion mittels Spracheingabe ist möglich, welche ich persönlich jedoch meist nur verwende, wenn ich gerade beide Hände voll hab.

Fazit

Wie bereits einleitend erwähnt, braucht man eine Smartwatch nicht unbedingt. Gerade die erste(n) Generation(en) dürfte(n) auch bei manchen Kunden eher negative als positive Erfahrungen hervorgebracht haben, jedoch kann man die zweite Generation der Moto 360 durchaus als alltagstauglich bezeichnen. Auch hatte ich schon bemerkt, dass die Uhr preislich teilweise sehr stark schwanken kann, aktuell kostet sie wieder in etwa 280-300€, und ich sag’s mal so – das geht definitiv billiger, da kann es sich durchaus lohnen etwas abzuwarten und immer ein wenig zu vergleichen.


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