ModPageSpeed: Flotter Seitenaufbau trotz Telekomdrossel

Bitte verzeiht mir die kleine Anekdote im Titel 😉

Heute möchte ich euch ein kleines Webserver-Modul (unterstützt werden dabei Apache (Pre-Build) und Ngnix (Sourcecode)) vorstellen: ModPageSpeed. Dieses sorgt für schnelleren Seitenaufbau durch Kompression und Entfernung unnötiger Leerzeichen, Tabs und Kommentaren bei CSS-Stylesheets und JS-Skripten sowie automatische Verkleinerung bei width oder height Angabe und Metadatenentfernung bei Bildern. Dies alles zusammen spart natürlich eine Menge Bits und Bytes wodurch der Seitenaufbau spürbar schneller geht.

Unterstützung durch Hoster

Soweit mir bekannt ist PHP-Friends der einzige Free-Hoster, der ModPage unterstützt bzw. aktuell unterstützt hatte (anscheinend gibt es da Probleme mit der aktuellen PHP 5.3er Version in Verbindung mit HTTPS-Aufrufen via PHP/cURL). Inwiefern Paid-Hoster ModPageSpeed unterstützen kann ich nicht sagen, da ich bisher noch nie bei einem Paid-Hoster war.

Installation am eigenen Server

Über die Paketverwaltung (nur Apache auf Debian/Ubuntu oder CentOS/Fedora)

Zuerst lädt man die aktuelle ModPageSpeed-Version auf seinen Server (am einfachsten mit „wget URL“ via SSH downloaden):

Debian/Ubuntu 32bit / Debian/Ubuntu 64bit / CentOS/Fedora 32bit / CentOS/Fedora 64bit

Für die Experimentierfreudigen gibt es auch Beta-Versionen:

Debian/Ubuntu 32bit / Debian/Ubuntu 64bit / CentOS/Fedora 32bit / CentOS/Fedora 64bit

Nun noch schnell installieren:

dpkg -i mod-pagespeed-*.deb
apt-get -f install

 

yum install at  # falls at noch nicht installiert ist
rpm -U mod-pagespeed-*.rpm

ModPageSpeed ist nun fertig und fast einsatzbereit. Updates werden automatisch über die Paketverwaltung (mittels apt-get update bzw. yum update) installiert.

Über den Sourcecode

Da die meisten Server Debian oder CentOS mit Apache im Einsatz haben, ist ein großer Teil der Leser abgedeckt, weshalb es von mir auch keine Anleitung dafür gibt. Eine detailreiche Anleitung gibt es dafür bei Google, allerdings nur auf Englisch.

Abschluss

Jetzt noch schnell den Webserver neu starten und ModPageSpeed läuft:

/etc/init.d/httpd restart

Benchmark

Als Server habe ich einen vServer mit 2 CPUs, 1GB Ram und einer 25GB HDD. Geladen wurde ein minimales HTML-Grundgerüst, dass eine unkomprimierte jQuery-Bibliothek einbindet.
Mit ausgeschaltetem ModPageSpeed:
Mit ausgeschaltetem ModPageSpeed
Mit eingeschaltetem ModPageSpeed:
Mit eingeschaltetem ModPageSpeed
In diesem Fall ist der Unterschied eher gering. Hochgerechnet wird die Geschwindigkeit bei mehreren Bildern, Stylesheets und Skripten (speziell bei selbst geschriebenen) stark erhöht.

Weiterführende Links

https://developers.google.com/speed/pagespeed/module

https://www.uptrends.com/aspx/kostenlose-ladezeit-html-seite-test.aspx

Und für alle die keine Möglichkeit haben, ein Apache-Modul zu installieren, kann ich nur den Artikel „PHP: CSS-Dateien schneller laden lassen“ von BlackY empfehlen.

Comments

  1. Super das du dieses Thema aufgegriffen hast. Ich habe es mal als Ergänzung bei mir im Artikel „PHP: CSS-Dateien schneller laden lassen“ in die weiterführenden Links gepackt.

    MFG BlackY 🙂

  2. Danke! Habe deinen Artikel hier auch noch hinzugefügt. Es hat ja auch nicht jeder die Möglichkeit Apache-Module zu installieren.

  3. Oh, vielen Dank! Ja, für die, die das Modul nicht einsetzen können / wollen ist die GZIP-Lösung bestimmt auch interessant. Also ich kann damit meine CSS-Datei immerhin (derzeit) auf 2,32 KB verkleinern. Die Ursprungsgröße ist 10,65 KB.

    Kannst ja selber mal gucken:
    Original: http://static.blackphantom.de/styles/style.css
    Komprimiert: http://static.blackphantom.de/styles/style.php

    [GZIP + Entfernen unnötiger Zeichen = Schneller] =D

    MFG BlackY

  4. ModPageSpeed macht ja im Grund auch nichts anderes, es findet nur auf einer anderen Ebene statt und wird auch automatisch auf andere Elemente angewendet.

    Mfg Cheesi

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