Logbucheintrag #1: Ultrabooks sind keine Notebooks

Seit einiger Zeit erhalte ich vermehrt Fehlermeldungen von diversen Programmen (TrueCrypt, Flash, MP3Tag). Im Allgemeinen scheint es, als hätte es mir die gdiplus.dll zerschossen. Ich bin mir nicht ganz sicher (vielleicht ist es auch nur Zufall), aber ich glaube zu meinen, dass diese Probleme seit der Installation vom .NET-Framework 4.5 auftreten. Sei’s drum, kurz und knapp gesagt, hab ich auf Dauer die Schnauze voll von diesen ganzen Fehlern und wollte daher mein System resetten. Und um langen und zeitaufwendigen Backups zu umgehen, wollte ich mir einfach eine neue SSD einbauen und dort ein frisches System installieren.

Gesagt, getan. Neue SSD ausgepackt. Minischraubendreher-Set aus der Garage geholt und es konnte schon losgehen. Gleich zu Beginn durfte ich jedoch bereits eines feststellen: Ultrabooks sind keine Notebooks. Für normal sind an der Unterseite spezielle Coverplatten, die sich meist durch zwei oder drei Schrauben leicht und schnell lösen lassen und ein einfaches Wechseln wichtiger Hardwarekomponenten ermöglicht. Tja aber was wäre ein Ultrabook, wenn’s wie ein Notebook wäre? Keine Ahnung, aber in jedem Fall leichter wartbar.

Aber mein liebes Ultrabook will ja etwas Besonderes sein, also gönne ich ihm das auch. Ich löste die Schrauben auf der Unterseite und entfernte das Touchpad und das umliegende Cover. Danach offenbarte sich der Akku (ja auch der ist einfach wechselbar), der mir etwas sporadisch verpackt vorkommt, aber wer bin ich, um die Methoden eines taiwanischen Hersteller zu hinterfragen?

Gefühlte 10.000 extremst kleiner Schrauben, wofür selbst mein kleinstes Werkzeug noch zu groß ist, später war auch die Tastatur und das dazugehörige Cover entfernt. Es offenbarte sich mir eine chaotische Platine, bedeckt mit einer Menge Staub und welch ein Wunder aber auch, den Haaren meiner Katze. Schnell mal darüber gewischt, ich will ja keine Hitzeschäden.

So nur wo steckt jetzt die verbaute SSD? Abgesehen vom Lüfter und den Steckerbuchsen an den Seiten gab es nur sehr wenig zu erkennen. Schließlich half mir ein Klebesticker weiter, auch wenn er für eine SSD etwas irreführend ist.

Na was jetzt? HDD oder SSD?

Nun bahnt sich allerdings bereits das nächste Problem an und dieses lässt sich leider nicht einfach lösen: Die Größe. Was im obigen Bild relativ groß aussieht, ist in Wirklichkeit relativ klein.

Größenvergleich: Links die neue SSD - rechts die original Verbaute

Größenvergleich: Links die neue SSD – rechts die original Verbaute

Tja… braucht vielleicht wer eine neue 128GB SSD? 😀 Keine Sorge, ich werde dafür schon eine Verwendung finden.

So was haben wir heute gelernt? Modifikationen an einem Ultrabook sind so gut wie unmöglich, selbst wenn es um so einfache Dinge wie Festplatten oder Akkus handelt.

Für mich heißt es jetzt mal Backup ziehen und auf konventionellen Wegen zu Resetten. Das erspare ich euch allerdings, da dieser Artikel mit absoluter Sicherheit indiziert werden würde 😀

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