Darknet – Was es im Web sonst noch so gibt

Für die Behörden gleich vorweg:
JA, ich war auf diversen Internetseiten, die illegales Material oder Services anbieten.
NEIN, ich hab KEINES dieser Materialien heruntergeladen und keinen dieser Services in Anspruch genommen.
NEIN, ich habe mich NICHT an dem zum Teil tiefst pornographischen Materialien (für die meisten sollte klar sein, was ich meine) belustigt oder befriedigt.
Sollte eine Behörde diesen Artikel hier lesen und die Onion-Addressen benötigen, wovon ich mal nicht ausgehe, denn die sind 1. wahrscheinlich bei denen eh schon bekannt und 2. lässt sich auf Grund des Onionroutings nicht wirklich viel dagegen machen, dann bitte Kontakt via E-Mail aufnehmen. Es wird dann meinerseits eine umfassende Prüfung unter anderem durch Telefon und Vorlage eines Dienstausweises durchgeführt, so wie eine persönliche Übergabe vor Ort.

Warum fasse ich jetzt dieses doch schon „alte“ und eher etablierte Thema wieder auf? Deshalb: [derStandard] Tor: Kinderporno-Seiten nach Festnahme offline. Ja es gibt sie, die dunkle Seite des Internets (wobei die helle auch langsam dunkel wird, BigBrother und so ; ) ). Oft wird dafür das Anonymisierungsnetzwerk „Tor“ genutzt, welches auf dem Prinzip des Onionroutings aufbaut. Dabei sind weder dem Zielserver die echte IP-Adresse des Besuchers klar, noch dem Besucher den Standort des Servers. Also perfekte Voraussetzungen um illegale Dinge zu treiben. (In diesem Artikel will ich grundsätzlich mal nur zeigen, wie einfach es ist, da wirklich tief hineinzukommen)

Wie kommt man in das Tornetzwerk?

Dazu muss man sich nur das Tor-Browser-Bundle von www.torproject.org herunterladen. Eine Konfiguration ist dann im Standartfall nicht notwendig.

Was ist hier jetzt anders?

Man kann über das Tornetzwerk ganz normal im Internet surfen, allerdings mit erheblichen Geschwindigkeitseinbußen, dies hängt mit dem Prinzip des Onionroutings zusammen, mit dem der Inhalt über mehrere Proxyserver geleitet wird, um die IP-Adresse des Benutzers zu verschleiern. Allerdings gibt es hier auch noch spezielle onion-Adressen, die nur vom Tornetzwerk aus zugänglich sind. Diese sehen meist Hash ähnlich aus (z.B. oldd6th4cr5spio4.onion – Dies ist keine echte Adresse).

Was gibt es jetzt hier für versteckte Services?

Alles. Alles was man sich nur denken kann. Angefangen von Drogen- und Waffenhandel, Kreditkartenverkauf bis hin zu Kinderpornographischen Materialien. Ein paar Beispiele gefällig?

Ein „kleiner“ Drogenmarkt

Die Startseite, einer leider nicht so tollen Website (das Bild hab ich noch unscharf gemacht, da war zwar noch nichts pornographisches, aber was nicht sein muss, muss nicht sein)

Die Startseite einer leider nicht so tollen Website (das Bild habe ich noch unscharf gemacht, da war zwar noch nichts Pornographisches, aber was nicht sein muss, muss nicht sein) (Ich muss zugeben, hier war es fast schwer eine funktionierende Seite zu finden, hängt allerdings vermutlicher eher mit der Downnahme von Freehosting als wie vom Angebot ab)

darknet-3

Ein bisschen Dope gefällig? 😛

Die Vielfalt der im Darknet auffindbaren Websiten sollte sich anhand der Bildbeispiele von selbst klären. Jetzt bleibt eigentlich nur noch eine Frage übrig: Wie bin ich an die entsprechenden Onion-Adressen gekommen? Die Antwort ist wirklich mehr als simple: Suchmaschinen. Ich hatte nach einem Begriff gesucht (welchen weiß ich allerdings nicht mehr) und bin damit sofort auf eine Seite gestoßen, die man so das Wikipedia des Darknets nennen kann. Darin befinden sich 100te von Links zu entsprechen Seiten. Dieses Wiki war die einzige Grundlage die ich zur Seitenauffindung genutzt hatte.

Zum Abschluss kann ich nur mehr sagen, dass es für mich richtig erschreckend ist, was es neben den scheinheiligen Seiten wie Google und Facebook noch so im Internet gibt. Bei einigen Seiten (z.B. Drogenshops) denk ich mir ja noch, mhm gut, wenn’s das Zeug unbedingt brauchen, aber was ich auf verschiedenen „pornographischen Seiten“ so fand, ist für mich wirklich schockierend, vor allem, wenn entsprechende Materialien dann auch noch mit „yum“ oder „mmm love Breeze, specially watching her get fucked on the toilet“ betitelt sind, dann geht das weit über das hinaus, was ich vertrage.

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